32 Patienten mit Typ 2 Diabetes, die 12 Wochen der Paleo Diet gefolgt sind, wurden in einer schwedischen Forschungsgruppe daraufhin untersucht, ob ein durch Personal Trainer geleitetes kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining im Vergleich zu den herkömmlichen Bewegungsempfehlungen (30 min Spazierengehen pro Tag) einen Zusatznutzen bezogen auf die Parameter Fettmasse und Insulinsensitivität bringt. Die Patienten hatten einen BMI zwischen 25-40 und einen HbA1c zwischen 6,5-10,8% und durften der Paleo Diet ad libitum folgen (d.h. jederzeit essen). Neben den üblichen Paleo Nahrungsmittel durfte noch Leinsamenöl, Essig und Honig in kleinen Mengen verwendet werden. Eine Paleo Gruppe sollte mindestens 30 Minuten am Tag Spazierengehen, die andere wurde unter Aufsicht von Personal Trainern 3 x wöchentlich 1 Stunde trainiert. Das Training gestaltete sich wie folgt: Erste Trainingseinheit = 70% der maximalen Herzfrequenz auf einem Crosstrainer. Zweite Einheit = 10 hochintensive Sprints bei 100% maximaler Arbeit auf einem Ergometer, wobei die Länge der Sprints wöchentlich gesteigert wurde. Dritte Einheit = 6 moderate 5 Minuten-Intervalle bei 45-60% der maximalen Arbeit auf einem Ergometer. Ergebnis: Die Insulinsensitivität (HOMA), Leptin, HbA1c , Blutdruck und Blutfettwerte verbesserten sich signifikant in beiden Gruppen ohne gravierenden Unterschied. Die Vo2max und die Ruheherzfrequenz verbesserten sich allerdings nur in der Trainingsgruppe. Fazit: Ein Intervalltraining verbessert zwar die Blutwerte nicht mehr und weniger im Vergleich zu einer reinen Ernährungsumstellung auf Paleo, aber die Trainingsgruppe konnte ihre kardiorespiratorische Fitness darüber hinaus deutlich steigern. Und wie man weiß, ist eine mangelhafte kardiorespiratorische Fitness ein starker Risikofaktor für sämtliche „zivilisierte“ Erkrankungsarten.

 

Quelle: Otten et. al: Effects of a Palaelothic diet with or without supervised exercise on fat mass, insulin sensitivity, and glycamic control: a randomised controlled trial in individuals with type 2 diabetes (2016).

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